Das "italienische" Graz
Ausländische Studierende führen GrazerInnen durch ihre Stadt – eine Entdeckungsreise mit fremden Augen

Heute ist Graz stolz auf die "südliche" Prägung der Stadt durch italienische Baumeister und Künstler (wie etwa Pietro de Pomis) und dieses italienische Flair ist willkommenes Motiv der Tourismuswerbung. Ohne die Beiträge der vielen Italiener in Graz - die sich nicht nur auf die Zeit von Graz als innerösterreichische Residenz (1564-1619) beschränken – hätte Graz wohl nie den Titel "Kulturhauptstadt Europas" bekommen. Und dennoch waren die Italiener zu jenen Zeiten, als sie in großem Umfange hier in Graz tätig waren, teilweise offenen Feindschaften der Bevölkerung ausgesetzt. Zu diesen Animositäten beigetragen haben unter anderem große und einflussreiche italienische Hofhandelsleute, die den Grazer Kaufleuten bisweilen das Leben schwer gemacht haben. Und nicht zuletzt spielte neben der "fremden" Nation auch noch ein anderer Konflikt hinein: jener zwischen den protestantischen Grazer Bürgern und 
den dem Herrscherhaus treu ergebenen katholischen Italienern. 
 
Veranstalter: Afro Asiatisches Institut, Graz (AAI), Wissenschaftliche Betreuung: Mag. Joachim Hainzl, Verein CLIO
Termin: Mittwoch, 20. Juni 2001, 17.00 Uhr
Führung: Edith Abawe
Treffpunkt: Paulustor

Nähere Informationen unter:
Dr. Wolfgang Moser, Afro Asiatisches Institut, tel. +43 0316 324434-58