NS-Verbrechen und Entnazifizierung im Spiegel der österreichischen Nachkriegsjustiz

Enteignung – Zwangsarbeit – Rückstellung

Seit mehr als zwei Jahren beschäftigt sich die österreichische Historikerkommission im Auftrag der Bundesregierung mit dem Vermögensentzug während der Zeit des Nationalsozialismus sowie der Rückstellung bzw. Entschädigung nach 1945. Damit reagiert Österreich auf die zahlreichen Forderungen nach einer vollständigen Aufarbeitung des tatsächlichen Umfangs der Beraubung, vor allem der jüdischen Bevölkerung, in der Zeit zwischen 1938-45. 
Im ersten Teil unserer Veranstaltungsreihe beschäftigen wir uns in zwei Vorträgen mit den allgemeinen historischen und juristischen Aspekten dieser Thematik. Neben der psychologischen Seite des Umgangs mit der Zeit des Nationalsozialismus seit 1945 wenden wir uns im Herbst vor allem den spezifisch steirischen Aspekten der Geschehnisse zu. Neben Vorträgen zur Arisierung, Rückstellung, Opferfürsorge und Zwangsarbeit in der Steiermark werden auch jüdische Zeitzeugen zu Wort kommen.

Diese Veranstaltungsreihe findet in Kooperation mit der Israelitischen
Kultusgemeinde Graz statt.
Termin: Dienstag, 26. Juni 2001, 19.00 Uhr
Vortrag: Dr. Winfried R. Garscha (Historiker, Wien)
Ort: Synagoge (Gemeindesaal), David-Herzog-Platz

Nähere Informationen unter:
e-mail: clio@gewi.kfunigraz.ac.at, tel. +43 0676 6485414