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Fast 60 Jahre nach Ende des nationalsozialistischen Regimes ist der Antisemitismus im Bewusstsein der Menschen keineswegs überwunden. Jährliche Umfragen zeigen, dass nach wie vor eine beträchtliche Anzahl von ÖsterreicherInnen ein "schwieriges" Verhältnis zu Juden hat. Die dabei artikulierten stereotypen "Judenbilder" basieren zumeist nicht auf realen Erfahrungen, sondern gehen auf Jahrhunderte lang tradierte Fremd- und Feindbilder zurück.
"Feindbild Jude"
Der historische Weg des Antisemitismus vom Mittelalter bis zur Gegenwart
Den Juden wurde immer wieder vorgeworfen, für die Ermordung Christi verantwortlich zu sein, sie wurden des Wuchers und der wirtschaftlichen Ausbeutung bezichtigt, sie wurden beschuldigt, nach der Weltherrschaft zu streben, es wurde behauptet, sie seien heimatlose Fremde und schließlich wurden sie als wertlose, zu vernichtende "Untermenschen" gebrandmarkt.
Termin: Mittwoch, 16. Oktober 2002, 19.00 Uhr
Referentin: Dr. Eleonore Lappin (Historikerin, Institut für Geschichte der Juden in Österreich, St.Pölten)
Ort: Grazer Synagoge, David-Herzog-Platz 1


Nähere Informationen unter:
e-mail: clio@gewi.kfunigraz.ac.at , tel. 0676/ 64 85 414


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