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Fast 60 Jahre nach Ende des nationalsozialistischen Regimes ist der Antisemitismus im Bewusstsein der Menschen keineswegs überwunden. Jährliche Umfragen zeigen, dass nach wie vor eine beträchtliche Anzahl von ÖsterreicherInnen ein "schwieriges" Verhältnis zu Juden hat. Die dabei artikulierten stereotypen "Judenbilder" basieren zumeist nicht auf realen Erfahrungen, sondern gehen auf Jahrhunderte lang tradierte Fremd- und Feindbilder zurück.
Judentum und Sozialdemokratie
Während die Sozialdemokratie in der Öffentlichkeit vielfach als "Judenschutztruppe" denunziert wurde und den Antisemitismus bekämpfte, bediente sie sich andererseits im Wahlkampf immer wieder antisemitischer Klischees, wie etwa dem des "reichen Juden".
Termin: Mittwoch, 30. Oktober 2002, 19.00 Uhr
Referent: Univ. Prof. Dr. Dieter A. Binder (Historiker, Universität Graz)
Ort: Grazer Synagoge, David-Herzog-Platz 1


Nähere Informationen unter:
e-mail: clio@gewi.kfunigraz.ac.at , tel. 0676/ 64 85 414


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