Stadt der Bürgerwehr? Stadt der Menschenrechte?
Wer benutzt den öffentlichen Raum und wozu? Welche Regeln gibt es und wer bestimmt sie? Wie werden sie durchgesetzt und kontrolliert? Schon immer war der städtische Raum geprägt von Einheimischen und Fremden, von Rand-Gruppen, Außen-Seitern und der "Mehrheit".  Die Veranstaltungsreihe setzt sich mit den historischen Aspekten sowie mit der aktuellen Situation städtischer Konflikte am Beispiel Graz auseinander.
Disziplinierung städtischer Außenseiter und Randgruppen in Graz
Wie wirkte sich die Vertreibung der Juden  im 15. Jh. auf die Stadtentwicklung aus? In welchen Institutionen landeten Menschen mit "abnormem" oder ungewünschtem Verhalten? Was verbindet die Geschichte der Grazer Müllbeseitigung mit jener von Obdachlosen oder Bettlern? Im Rundgang geht es um die Tabuisierung  bzw. Kriminalisierung bestimmter Verhaltensweisen an bestimmten Orten und um architektonische Ausprägungen dieses gesellschaftlichen Prozesses in den letzten vier Jahrhunderten in Graz.

Blick auf Wachturm der Stafvollzugsanstalt Karlau
Termin: Samstag, 23. November 2002. 14.00 Uhr
Führung: Mag. Joachim Hainzl (Sozialhistoriker)
Treffpunkt: Herrengasse, vor Stadtpfarrkirche

Nähere Informationen unter:
e-mail: clio-web@gewi.kfunigraz.ac.at , tel. +43 0316 685739

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