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Am 15. März 2002 wird der 1906 in
St. Petersburg (Russland) geborenen Anna-Lülja Praun an der TU Graz die
Ehrendoktorwürde verliehen. Die in Russland, der Schweiz und Bulgarien
aufgewachsene Praun begann 1924 als eine der ersten Frauen in Graz Architektur
zu studieren, wo sie auch Herbert Eichholzer kennen lernte. In den 30er
Jahren arbeitete sie in seinem Atelier und entwarf eine Reihe von Möbeln.
Auch beteiligte sie sich 1936 mit Eichholzer im Rahmen des vom Land Steiermark
getragenen und von der Sezession Graz entwickelten Konzeptes „Das künstlerische
Antlitz der Straße“ bei der Ausgestaltung der Straße von Fürstenfeld über
Graz bis auf die Pack.
Nach der Trennung von Eichholzer
ging Praun zu Clemens Holzmeister, in dessen Atelier sie an der Planung
des türkischen Parlaments und des Salzburger Festspielhauses mitarbeitete.
Nach Kriegsbeginn ging sie über Paris nach Sofia, wo sie für die bulgarische
Eisenbahndirektion arbeitete. Nach dem Kriegsende wirkte die durch Persönlichkeiten
wie Eileen Gray, Josef Frank, Herbert Eichholzer oder Clemens Holzmeister
geformte Anna-Lülja Praun in Wien in ihrem eigenen Atelier vor allem als
Innenarchitektin. Hier schuf sie mit ihren Arbeiten einen Typus, der eine
Brücke war zwischen der Tradition des Wiener Möbels und der Moderne. Auftraggeber
aus Kunst und Wissenschaft, wie György Ligeti, Gudrun Baudisch oder Wolfgang
Denzel schätzen die unverkennbare Ästhetik des Praun-Stils.
Hier finden
Sie Bilder aus der Ausstellung und von der Eröffnung
Programm
Eröffnung:
Donnerstag 07.03.2002 19.00 Uhr,
Grazer Kunstverein, Bürgergasse 4/II
Begrüßung:
Heimo Halbrainer (Historiker, CLIO)
Zur Ausstellung:
Judith Eiblmayr (Kuratorin)
Festakt: Verleihung der Ehrendoktorwürde
an Anna-Lülja Praun
Freitag 15.03.2002 12.00 Uhr, Aula
der TU Graz, Rechbauerstraße 12/I
Im Anschluss an die Verleihung
der Ehrendoktorwürde Führung durch die Ausstellung mit Anna-Lülja Praun.
Es führt Judith Eiblmayr (Kuratorin).
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